Unser Konzept

Unsere Konzepte für Hort, Grundschule und Oberschule wurden von Kay Garcia erarbeitet. Sie sind die Grundlage für die Vision der Aktiven Schule Dresden. Teil unserer Arbeit ist, dass wir im Rahmen dieser Vision gemeinsam ein Umsetzungskonzept erarbeiten und Qualitätsziele definieren an denen wir unsere eigene Entwicklung messen können.

Auszug aus dem Leitbild des Hortes der Aktiven Schule Dresden


Es soll eine Alternative für Eltern geschaffen werden, die, wie Maria Montessori es ausdrückt, „auf die inneren Wachstumskräfte ihrer Kinder vertrauen“ und mit ihnen gemeinsam wachsen wollen. Wir wollen einen ungewöhnlichen, doch nicht mehr neuen Weg gehen. Dieser Schritt ist aus unserer Sicht angesichts der raschen gesellschaftlichen Veränderungen ein notwendiger Beitrag in dem Bemühen, unsere Kinder auf dem Weg in ihre eigene Zukunft zu begleiten. Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist dabei der Sächsische Bildungsplan.

Dem Sächsischen Bildungsplan folgend, vertrauen wir konzeptionell auf den eigenen Weg, den Erwachsene und Kinder mit ihren Fähigkeiten, ihrer Neugierde und Begeisterung gehen und daraus eigene Rückschlüsse, Denk- und Handlungsimpulse entstehen lassen. Entwicklung und Lernen verstehen wir als natürlichen Aspekt des Lebens, der zwar in Verbindung mit der Umgebung, aber letztlich von innen heraus geschieht.

Wir vertrauen darauf, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, selbst zu wissen oder in Erfahrung zu bringen, was er für sein Voranschreiten braucht. Deshalb sehen wir den Hort als einen Lebensraum, in dem die Kinder ihren Tagesablauf selbst gestalten können und eigenverantwortlich entscheiden, wann sie mit wem, wo und wie ihre Themen und Projekte erarbeiten.

Auszug aus dem pädagogischen Konzept der Grundschule der Aktiven Schule Dresden

Dem Konzept der Aktiven Schule Dresden liegt ein Bildungsverständnis zugrunde, bei dem sich Bildung aus einem dem Menschen innewohnenden Bedürfnis zu wachsen und zu entdecken heraus entfaltet. Unabdingbar sind dafür Rückmeldungen von außen, um sich selbst erfahren zu können. Diese Rückmeldungen sind zum einen die Reaktionen der Mitmenschen, zum anderen die realen Auswirkungen des eigenen Tuns.

„Die harmonische Entfaltung von Kindern und Jugendlichen ist ein natürlicher und darum langsamer Prozess. Unsere Aufgabe ist es, die Bedingungen dafür zu schaffen, aber nicht, den Prozess zu beschleunigen. Bringen wir es als Erwachsene fertig, diese inneren Prozesse nicht durch unsere Ungeduld zu stören, sondern ihnen den nötigen Nährstoff zu liefern, so lernt das Kind, auf eigenen Füßen zu stehen und nicht sein Leben lang von äußerer Führung abhängig zu sein.“ Rebeca Wild

Für die Schüler_innen der Aktiven Schule Dresden ist es von Anfang an Alltag, in organisatorischer, methodischer, inhaltlicher, sozial-integrativer und persönlicher Offenheit zu lernen, also die Rahmenbedingungen des Lernens, wie etwa die Lernpartner, den Lernweg und den Lerninhalt zu wählen und die dabei zu beachtenden Regeln miteinander festzulegen. Dies geschieht in einem Beziehungsklima der gegenseitigen Achtung und Wertschätzung.

Hierbei wird ein umfassender Erwerb von Wissen und einer fundierten Sozialkompetenz ermöglicht. Ziel ist es, die Heranwachsenden handlungsfähig für eine Zukunft zu machen, indem sie in der Lage sind, kreative, bisher unbekannte Lösungsansätze für künftige Herausforderungen in einer sich ständig wandelnden Welt zu entwickeln und ihr Leben im Einklang mit sich selbst, ihren Mitmenschen und der Umwelt zu gestalten. Dies kann geschehen, indem die Schüler_innen ihre persönlichen Neigungen und Interessen erkennen und ausprägen können und sich aktiv diejenigen Inhalte aneignen, die für die Entwicklung der eigenen Bildungsbiographie notwendig sind. Die Aktive Schule Dresden verwirklicht damit die im §1 Schulgesetz des Freistaates Sachsen genannten Grundlagen und Ziele.

Auszug aus dem pädagogischen Konzept der Oberschule der Aktiven Schule Dresden

Die Aktive Schule hat sich zum Ziel gesetzt, bewährte und (post)moderne lerntheoretische, entwicklungspsychologische, neurobiologische sowie sozial- und erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse für das schulische Lernen umzusetzen.

Ein zentraler Bildungsauftrag der Schule ist es, auf das Leben vorzubereiten. Junge Menschen sollen also dazu befähigt werden, ihr (späteres) Leben selbstständig zu bewältigen.

In der demokratischen Gesellschaft der „zweiten Moderne“ gewinnen laut Beck in der Bevölkerung „Selbstverantwortung, Selbstorganisation, Selbstpolitik eine aufgeklärt-realistische Chance, die nun allerdings auch von der Politik, die überall auf ihre Grenzen trifft, in dem Sinne genutzt werden muss, Verantwortung und Macht neu zu(ver)teilen“. (Beck 1997: 21)

Soll dies aus der in §1 Schulgesetz des Freistaates Sachsen genannten „freiheitlich demokratischen Haltung“ heraus geschehen um die Heranwachsenden mit diesen Werten vertraut zu machen, damit sie ein „politisches Verantwortungsbewusstsein“ im Sinne der Demokratie entwickeln, braucht es eine gelebte, pluralistische und demokratische Schulstruktur und -kultur, in die sich die Heranwachsenden enkulturieren und integrieren können. (§1 Schulgesetz des Freistaates Sachsen)

Denn demokratische Werte können schwer in Unterrichtsfächern vermittelt werden. Werte bilden sich aus dem eigenen Erleben heraus. (Klemm 2001: 41; Schirp 2006: 108)

Ein entsprechendes Handeln muss geübt werden und dafür müssen die Jugendlichen „probehandeln“ können. (Spitzer 2002: 334, 356ff)

Darüber hinaus müssen sich die Heranwachsenden den Anforderungen der modernen Gesellschaft stellen. Diese bestehen in der „zweiten Moderne“ in einer zunehmenden Individualisierung, Mobilisierung und Flexibilisierung, bei der die jeweiligen Lebens- und Berufsbiographien immer weniger vorgegeben sind. Deshalb besteht für die Jugend die Notwendigkeit sich ihre Biographie selbst zu schaffen. Im Gegensatz zu den Einschränkungen früherer vorgegebener Berufswege gibt es heute kein „Hineinwachsen“ in diese mehr. (Brater 1997: 150; Böhnisch 1996: 239, 259)

Alles ist der individuellen Gestaltung überlassen, für die vielfältige und „unverbindliche Möglichkeiten“ von Lebens- und Handlungskonzepten zur Wahl stehen, in denen sich zurechtgefunden werden muss. Laut Brater bieten weder „markante Eckpfeiler gesellschaftlichen Lebens“ oder ein einheitlicher gesellschaftlicher Wertekanon Sicherheit, noch ist es möglich, sich durch Ablehnung dieser zu orientieren, um die „wesentlichen Lebensfragen“ der Jugendlichen, z.B. den Umgang mit dem anderen Geschlecht, die Berufsfindung und Familienplanung, welcher Lebensweg gegangen und welchem Menschenbild gefolgt wird, zu beantworten. (Brater 1997: 149)

Wenn sich die Jugendlichen in dem Vorgegebenen nicht mehr wiederfinden, dann besteht die Notwendigkeit, dass sie sich ihre (soziale) Wirklichkeit selbst konstruieren. Der junge Mensch „muss also lernen, sein Leben als offenen Prozess zu gestalten“ und Erziehung muss sich von der „Fremd- zur Selbsterziehung wandeln“. (Brater: 149f, 159)

Demzufolge muss Schule ermöglichen „den Umgang mit persönlicher Freiheit“ zu lernen und eigene Antworten auf die Frage zu finden,
„Was will ich im Leben?“ (Brater: 156f)

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